Coaching Blog

Ich unterstütze Menschen, die sich verändern möchten. Ich selbst habe Hilfe in Anspruch genommen, um meine Gedanken zu sortieren und klarer zu sehen. Im Coaching konnte ich frei von Wertungen meine berufliche Entwicklung erarbeiten und mit zielgerichteten Methoden meine Bedürfnisse erkennen. Die neutrale und wertschätzende Haltung meines Coaches war dafür eine wichtige Voraussetzung. Heute gebe ich selbst meinen Klient:innen einen geschützten Raum für ihre Weiterentwicklung und freue mich mit ihnen über jede Erkenntnis, die sie einen Schritt weiter bringt.

Dir selbst gegenüber freundlich sein. Was heißt das für dich?

»Systemische Fragen«

Systemische Fragen bieten vielfältige Möglichkeiten zur Selbsterkundung und können stark erkenntnisgewinnend wirken. Im richtigen Moment eingesetzt, entsteht so eine spannende Gesprächsdynamik. Manche Fragen empfinden Klient:innen als unangenehm, andere möglicherweise als provozierend. Gleichzeitig ermöglichen systemische Fragen immer ein hohes Maß an Reflexion. Somit gehören sie zum Standard-Handwerkszeug eines systemischen Coaches. Hier ein paar Beispiele:

Sich selbst und andere besser verstehen: Das »Riemann-Thomann-Modell«

Welche Ängste und Bedürfnisse beeinflussen Ihr Verhalten und Ihre Kommunikation – und die Ihres Gegenübers? Das Riemann-Thomann-Modell hilft Ihnen zu erkennen, wie Sie und andere ticken, damit Sie sich selbst gezielt weiterentwickeln können.
 
»Riemann-Thomann« ist ein von Professor Friedemann Schulz von Thun weiterentwickeltes Modell nach Riemann und Thomann. Es beschreibt Eigenschaften und Verhaltensweisen, die an unsere Grundbedürfnisse gekoppelt sind. Dabei bewegen wir uns zwischen den Polen »Nähe« und »Distanz« sowie »Dauer« und »Wechsel« vorzugsweise in unserem »Heimatgebiet«. Hier fühlen wir uns ausgeglichen und sicher. Wollen wir unsere Persönlichkeit weiterentwickeln, verlassen wir diese Komfortzone und werden konfrontiert mit neuen Erfahrungen und Gefühlen, die unser Verhaltens-Repertoire erweitern. Das Modell ist hilfreich für Sie, wenn Sie sich ein Bild Ihrer eigenen Persönlichkeit machen möchten, um dann zu entscheiden, in welche Richtung Sie sich entwicklen möchten. Beispielsweise auf dem Weg zur Führungskraft oder bei der Lösung von Konflikten.
 

Friedemann Schulz von Thun: »Erfülltes Leben«

Ein weiteres anschauliches und pragmatisches Modell von Friedemann Schulz von Thun. Wunderbar zu lesen, angereichert mit persönlichen Anekdoten und sofort anwendbar auf das eigene Leben. Eins habe ich für mich gekauft und eins verschenkt.

Prädikat: bereichernd!

Wachstum kann auch schmerzhaft sein

Sich selbst und seine Möglichkeiten zu testen, sich auszuprobieren ist Teil von Wachstum, Sinnsuche oder Selbstverwirklichung. Manchmal geht es auch schief. Immer lernen wir etwas aus neuen Experimenten, sammeln Erfahrungen und wachsen daran.
 
Mein eigenes Wachstum in diesem Fall lieferte genau diese Erkenntnis: Kitesurfen ist nicht mein Sport. Für mich ein bedauernswertes Ergebnis und gleichzeitig eine schmerzhaft-schöne Erfahrung.
 
Jedoch: Ich hab’s probiert! Ein Stück mehr gelebt.
Olaf Klinger: Systemisch-humanistischer Coach in Hamburg

Heimat Hamburg. Heute hatte ich ein Coaching in eigener Sache: als Klient. Obwohl ich mich als reflektierten Menschen beschreiben würde, hilft es mir, gemeinsam mit einem Coach, meine Gedanken zu sortieren. Auch ich lande manchmal in Sackgassen. Ganz wunderbar ist es, nach dem klärenden Gespräch durch Hamburg zu spazieren. Sonne, Wasser, Heimat: Hamburg!​

Bessere Entscheidungen treffen mit dem »Inneren Team«

Bessere Entscheidungen fällen? Ihr »Inneres Team« liefert Ihnen eine Bandbreite an Gefühlen oder Gedanken zu konkreten Fragestellungen. Sie wollen Antworten?
 
Welche Frage brennt Ihnen schon lange auf der Seele? Vielleicht: »Was ist mir für meinen nächsten Job wichtig?«.
Welches Gefühl regt sich als erstes? Formulieren Sie so genau wie möglich. Etwa: »Achte auf größtmöglichen Gestaltungsspielraum!«. Hinterfragen Sie den Gedanken und entdecken Sie Ihr dahinter liegendes Bedürfnis. Wollen Sie autonom arbeiten, nicht abhängig von anderen, sondern vielleicht als Spezialist mit Hoheitswissen oder ist es Ihnen wichtig, eine bestimmte Karrierestufe zu erreichen und finden in Ihrem Gestaltungsspielraum als Chef Ihre Erfüllung?
Geben Sie dem Teammitglied einen zur Botschaft passenden Namen. Meldet sich »Der Freiheitsliebende«? Oder ist es »Der zielstrebige Karrierebewusste«? Welches Gefühl kommt Ihnen noch in den Sinn? Von welchem Teammitglied? Wer noch?
Lassen Sie alle zu Wort kommen und wertschätzen Sie jede Botschaft. Alle Teammitglieder:innen wollen gehört werden. Moderieren Sie die Diskussion Ihrer Teammitglieder:innen. Achten Sie auch auf die leisen Stimmen.
 
Natürlich können Sie entscheiden, wem Sie Gehör schenken möchten. Sie dürfen sich auch einer Einzelmeinung anschließen. Besser jedoch ist es, wenn Sie einen Kompromiss finden oder sogar eine integrierte Haltung entwickeln, die sämtliche Gedanken Ihrer Teammitglieder:innen einschließt. Dann können Sie davon ausgehen, dass Ihre Entscheidung eine wirklich nachhaltige ist, die Ihnen nicht nach kurzer Zeit wieder auf die Füsse fällt. Ungehörte Standpunkte kommen später mit Sicherheit hoch.
 
Das »Innere Team« (Schulz von Thun Institut für Kommunikation) eignet sich für alle Arten innerer Konflikte. Es bringt Klärung, wirkt lösend und lässt sich auch zur Persönlichkeitsentwicklung einsetzen. Die Methode wurde entwickelt von Professor Friedemann Schulz von Thun.

Das »Innere Team« hilft Ihnen dabei, innere Konflikte zu lösen

Im Job oder in anderen Lebenssituationen erreichen Sie innere Klarheit mit dem »Inneren Team«. Mithilfe dieser Reflexion können Sie eine neue Haltung entwickeln, Lösungen finden und besser Entscheidungen treffen.

Das »Innere Team« lässt sich in einer Sitzung erheben und kann damit schon lösend wirken. Für eine vertiefte Anwendung des »Inneren Teams« bei komplexeren Anliegen empfehle ich mindestens drei Coaching Gespräche. 

Das Innere Team ist eine Methode von Prof. Friedemann Schulz von Thun.

Wie reagieren Sie in Situationen, in denen sich jemand »irrational« verhält?

Unsere eigene Wahrnehmung wird beeinflusst durch unsere Prägung, Werte und Überzeugungen. In Situationen, die uns unlogisch oder irrational erscheinen, reagieren wir daher manchmal nicht so wie wir wollen oder wie es in der Situation angemessen wäre. In solchen Situationen fühlen wir uns emotional und körperlich stark belastet.
Gesünder wäre es, wir würden nicht veränderbare Dinge akzeptieren und unsere Motivation auf Dinge lenken, die wir ändern können.
Mir fallen da spontan mindestens zwei Beispiele aus meiner eigenen Vergangenheit ein…

TV 2 Denmark: »All That We Share«

Ein sehr bewegendes Video, das uns unser eigenes Schubladen-Denken bewusst macht und uns gleichzeitig beweist, dass es Verbindungen zwischen den meisten Menschen gibt – mögen sie noch so verschieden sein.

Nächstes mal also besser auf das Gemeinsame als auf das Trennende achten, bevor wir jemanden in eine Schublade stecken. So schwer es manchmal auch fallen mag – mir zumindest.

DIE ZEIT: »Empathisches Zuhören macht uns krisenfester«

Achtsamkeitsübungen sind wirksam bei der Bewältigung psychisch belastender Phasen. Stress, Einsamkeit und Depressivität steigen in der Pandemie. Die Neurowissenschaftlerin Tania Singer erforscht die psychischen Auswirkungen der Pandemie für die Max-Planck-Gesellschaft. Das ZEIT-Interview mit ihr finden Sie hier.

Ich bin beeindruckt davon wie wenig Aufwand es erfordert, sich selbst in mental belastenden Phasen zu entlasten. Vorausgesetzt man ist gesund und handlungsfähig. Bereits kurze tägliche Übungen helfen, die Symptome zu lindern. Achtsamkeit ist Selbstfürsorge.

»Der Raum unserer Freiheit«

Ist es nicht ganz wunderbar, dass wir Menschen frei sind, unsere Reaktionen zu beeinflussen – solange wir gesund und handlungsunfähig sind. Für einen Moment innezuhalten, um dann bewusst zu kommunizieren, zu entscheiden, zu reagieren. Das erfordert Achtsamkeit und ein bisschen Übung.

Viel Erfolg dabei. Es lohnt sich.

Mehr über Viktor Frankl und seine Arbeit: Viktor Frankl Zentrum Wien

Karsten Dusse: »Achtsam Morden«

Ich habe länger überlegt, ob ich Ihnen diese Buchreihe empfehlen kann. Sie sind am Thema »Achtsamkeit« interessiert? Sie haben außerdem kein Problem mit der Verknüpfung von Achtsamkeit und exzessiver Gewalt? Es darf auch Blut spritzen und eine Kettensäge zum Einsatz kommen? Bitteschön! Unerschrockene, auf Achtsamkeit bedachte Leser:innen kommen hier auf ihre Kosten. Das alles ist nur zu ertragen mit einer ordentlichen Prise Humor und schelmischem Schmunzeln. Welcher unorthodoxe Anwendungsbereich von Achtsamkeit kommt Ihnen bei der Lektüre in den Sinn? Aber warum sollten sich nicht auch Anwälte des organisierten Verbrechens um eine ausgeglichene Work-Life-Balance kümmern und sich dabei Methoden der ansonsten Friedfertigen bedienen!

Ich jedenfalls habe herzlich gelacht und mich gleichzeitig an den vielen praktischen Achtsamkeits-Tipps erfreut.

Die Erinnerung an unsere Wahrnehmung besonderer Momente hilft uns in belastenden Situationen

Besondere Momente begleiten uns ein Leben lang. Insbesondere dann, wenn wir uns noch einmal in die Umgebung und die Wahrnehmung dieses Momentes hinein versetzen. Wie hat sich die Situation angefühlt? Dieses Zurückholen von positiven Eindrücken hilft uns auch über schwierige Phasen hinweg.

Meine Wahrnehmung in diesem für mich besonderen Moment: Dieser kleine Joey war warm, ganz leicht und ich fühlte mich dankbar. Um mich herum ging der Tag zu Ende. Die Sonne sank und das Licht wurde weich.

Kangaroo Sanctuary, Alice Springs, Northern Territory, Australia

Jetzt lesen: »ZEIT Sinn«

DIE ZEIT hat ein neues Ressort: »ZEIT Sinn – ein Angebot für Sinnsucher und Sinnstifter«.

Anlässlich des Starts des neuen Ressorts, gab es für die Freunde der ZEIT ein Zoom-Gespräch mit der Sinn-Professorin Prof. Dr. Tatjana Schnell (sinnforschung.org). Gefällt mir! Hier gehts zum Video.

Das neue Ressort auf ZEIT ONLINE erreichen Sie hier: »Sinn – Wofür leben wir?«

Das Meine ist gut genug

Friedemann Schulz von Thun zitiert in seinem Buch »Erfülltes Leben« Hermann Hesse: »Es ist nicht meine Aufgabe, das objektiv Beste zu geben, sondern das Meine so rein und aufrichtig wie möglich«. Er fühle sich durch diesen Satz ermutigt, schreibt Friedemann Schulz von Thun. Ich schließe mich an.
 

Meditation per App: »Balloon«

Ich gestehe, ich meditiere nicht regelmässig. In Situationen, in denen ich mich bewusst entspannen möchte oder einfach die Wirkung einer Meditation testen will, nutze ich die »Balloon App«. Sie hat mir in einer Überlastungsphase geholfen, besser mit Stress umzugehen, Ruhe zu finden oder in Kurzübungen adhoc Hilfe zu erhalten. Man findet Einzelübungen genauso wie längere Übungs-Programme. Die Inhalte und Sprecher sind über jeden Esoterik-Verdacht erhaben und liefern pragmatische Unterstützung für viele Lebenslagen. Daher bleibe ich der App gerne treu.

Virginia Satir: »ICH BIN ICH«

Es ist ein ganz wunderbar zutreffender Text, den Virginia Satir verfasst hat. Sich selbst zu akzeptieren mit all den Schwächen und gleichzeitig die Verantwortung zu übernehmen für die persönliche Entwicklung – mit eigener Motivation, Veränderungen bei sich selbst und damit auch bei anderen anzustoßen. 

Zitat: »Auf der ganzen Welt gibt es niemanden wie mich. Es gibt Menschen, die mir in vielem gleichen, aber niemand gleicht mir aufs Haar. Deshalb ist alles, was von mir kommt, mein Eigenes, weil ich mich dazu entschlossen habe. Alles, was mit mir zu tun hat, gehört zu mir. Mein Körper mit allem, was er tut, mein Kopf, mit allen Gedanken und Ideen, meine Augen, mit allen Bildern, die sie erblicken, meine Gefühle, gleich welcher Art – Ärger, Freude, Frustration, Liebe, Enttäuschung, Begeisterung. Mein Mund und alle Worte, die aus ihm kommen, höflich, lieb oder schroff, richtig oder falsch. Meine Stimme, laut oder leise, und alles, was ich mir selbst oder anderen tue. Mir gehören meine Phantasien, meine Träume, meine Hoffnungen, meine Befürchtungen, mir gehören all meine Siege und Erfolge und all meine Niederlagen und Fehler. Weil ich mir ganz gehöre, kann ich mich näher mit mir vertraut machen. Dadurch kann ich mich lieben und alles, was zu mir gehört, freundlich betrachten. Damit ist es mir möglich, mich voll zu entfalten.

Ich weiß, dass es einiges an mir gibt, das mich verwirrt, und manches, das ich noch gar nicht kenne. Aber solange ich freundlich und liebevoll mit mir umgehe, kann ich mutig und hoffnungsvoll nach Lösungen und Unklarheiten schauen und Wege suchen, mehr über mich selbst zu erfahren. Wie auch immer ich aussehe und mich anhöre, was ich sage und tue, was ich denke und fühle, immer bin ich es. Es hat seine Berechtigung, weil es ein Ausdruck dessen ist, wie es mir im Moment gerade geht.

Wenn ich später zurückschaue, wie ich ausgesehen und mich angehört habe, was ich gesagt und getan habe, wie ich gedacht und gefühlt habe, kann es sein, dass sich einiges davon als unpassend herausstellt. Ich kann das, was unpassend ist, ablegen und das, was sich als passend erwiesen hat, beibehalten und etwas Neues erfinden für das, was ich abgelegt habe. Ich kann sehen, hören, fühlen, denken, sprechen und handeln. Ich besitze die Werkzeuge, die ich zum Überleben brauche, mit denen ich Nähe zu anderen herstellen und mich schöpferisch ausdrücken kann, und die mir helfen, einen Sinn und eine Ordnung in der Welt der Menschen und der Dinge um mich herum zu finden. Ich gehöre mir und deshalb kann ich aus mir etwas machen.

Ich bin ich und so, wie ich bin, bin ich ganz in Ordnung.« Zitat Ende.